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Beidseitige stationäre
Patellaluxation nach medial bei einen Pudel

Patellardislokation

Arthrose.
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Kurzinfo:
Die Luxatio patellae (Patellardislokation)
ist eine der häufigsten Erkrankungen
beim Hund. Wir unterscheiden die angeborene
von der traumatisch bedingten Patellaluxation.
Sie kann habituell (öfter auftretend
) oder stationär (permanent) auftreten
und in den meisten Fällen nach medial,
seltener nach lateral disloziert sein.
Toy- und Miniatur--Hunderassen sind etwa
10 mal häufiger befallen als große
Rassen. Zwergpudel, Yorkshire-Terrier, Chihuahua,
Pekingesen, Papillons und Boston-Terrier haben
ein hohes Risiko für mediale Patellaluxationen,
gefolgt von Chow Chow, Mittelpudel, Cockerspaniel,
Dachshund und Spitz.
Die Patellaluxation, das bedeutet eine
Verlagerung der Kniescheibe aus ihrer Gleitrinne
im Oberschenkelknochen, ist ein weit verbreitetes
Problem bei vielen Zwerghunderassen.
Die Ursache für die Entstehung der Erkrankung
ist nicht vollständig geklärt.
Eine zu flach ausgebildete Gleitrinne und
Abweichungen in der Knochenachse zwischen
Ober- und Unterschenkel stehen häufig
in Verbindung mit Luxationen der Kniescheibe.
Die Erkrankung ist meist nicht von Geburt
an vorhanden, sondern entwickelt sich während
des Wachstums innerhalb des ersten Lebensjahres.
Bei frühem Erkennen kann mit einer entsprechenden
Behandlung den Hunden geholfen werden, damit
es nicht zur Entstehung von Gelenksschäden
kommt.
Weiterhin kann durch züchterische Konsequenzen
langfristig das Auftreten der Erkrankung vermindert
werden. Dazu bedarf es der Mithilfe von Besitzern,
Züchtern und Tierärzten.
Aufbau des Kniegelenks
Schwierigkeiten der Erkennung
Krankheitszeichen und Behandlung
Aufbau des Kniegelenks
Das Kniegelenk wird gebildet aus dem Oberschenkelknochen
(Femur), dem Schienbein (Tibia) und dem Wadenbein
(Fibula). Die Kniescheibe (Patella) ist in
die Endsehne der Streckmuskulatur eingelagert,
gleitet in ihrer Knochenrinne im Oberschenkelknochen
und setzt am vorderen Rand des Schienbeins
an. Weitere Bestandteile des Kniegelenkes
sind die Menisken und die Seitenbänder.
Schwierigkeiten bei der Erkennung
Eine einheitliche Zuchtselektion scheiterte
bisher an der Schwierigkeit, das Ausmass der
Veränderungen zu erfassen. Da in vielen
Fällen angeborene Luxationen nicht mit
Lahmheiten einhergehen, ist es umso wichtiger,
diese Krankheitsträger zu erkennen und
von der Zucht auszuschliessen. Bei der klinischen
Untersuchung ergaben sich nach den früher
durchgeführten Untersuchungen zum Teil
erhebliche Abweichungen in der Beurteilung
zwischen den einzelnen Untersuchern.
Dabei spielt der Interpretationsspielraum,
den die verschiedenen Klassifizierungssysteme
zulassen, eine wesentliche Rolle.
Da es bis heute nicht möglich ist,
eine zuverlässige Röntgendiagnose
zu stellen, bleibt die klinische Untersuchung
Grundlage für die Beurteilung.
Krankheitszeichen und Behandlung
Hunde, bei denen die Kniescheibe fest in ihrer
Position in der Gleitrinne liegt und nur durch
Druck vorübergehend luxiert werden kann,
zeigen in der Regel keine Lahmheiten und brauchen
auch keine Behandlung. Luxiert die Kniescheibe
jedoch spontan während der Bewegung aus
der Gleitrinne, so können mit der Zeit
Gelenksentzündungen und Knorpelschäden
entstehen, die dann zu Arthrosen und somit
zu Lahmheiten führen (siehe Abbildung)
Die Lahmheiten können sich
durch plötzliches Hochhalten des Beines
während einiger Schritte bemerkbar machen.
Dabei befindet sich die Kniescheibe ausserhalb
der Gleitrinne. Springt die Kniescheibe in
ihre normale Position zurück, wird das
Bein wieder normal belastet. Um entsprechende
Schädigungen im Gelenk zu vermeiden,
ist eine frühzeitige Behandlung empfehlenswert.
Dies ist meist nur durch eine Operation des
Kniegelenkes mit Vertiefung der Gleitrinne
und Versetzung der Ansatzstelle des geraden
Kniescheibenbandes möglich. Die Behandlung
hängt im Einzelnen von Alter, Rasse und
Ausmass der Veränderungen ab.
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